Aller Anfang ist gar nicht so schwer !





Für unseren ersten Einsteigerkurs im neuen Jahrtausend hatte sich Sensei J
ochen (Eck) etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Der Kurs begann nämlich mit einem Intensiv-Wochenende am 3. und 4. Febuar 2001.

Trotz schneereichen Auftakts am Samstag und eines verregneten Sonntags hatten sich rund 10 Jugendliche/Erwachsene in der Tilemannschule eingefunden, um unsere Kampfsportart Karate etwas näher kennenzulernen.

Da ich im letzten Jahr zusammen mit Skippy einen Einsteigerkurs für Kinder “übernommen” hatte, war ich natürlich neugierig darauf, wie Sensei Jochen sich dieser Aufgabe stellen würde.

Schon am zweiten Tag (am Samstag konnte ich leider nicht dabei sein), trainierten die Newcomer bereits fleissig Faust- und Fußtechniken, wobei Jochen die Techniken jeweils im Einzelnen erläuterte und praktisch vorführte. Auch die Karatebasics, wie Bewegung und Gegenbewegung, das Drehen und Arretieren der Technik in der Endposition, das richtige Atmen sowie die Kombination von Lockerheit in der Bewegung und Kime bei Abschluss der Technik wurden immer wieder verdeutlicht.

Hierbei war es ganz besonders wichtig, die Techniken nicht rein schematisch zu vermitteln und einzuüben, sondern die Frage nach dem “Warum” (und ihre Beantwortung) immer in den Mittelpunkt zu stellen.

Nachdem Jochen neue Techniken vorgeführt und erläutert hatte, waren alle Teilnehmer/innen aufgerufen, zusammen mit dem Partner bzw. der Partnerin - zunächst langsam - dann aber auch in einem schweißtreibenden Tempo eigene, praktische Erfahrungen zu sammeln.

Natürlich ging es auch darum, wie man Angriffe abwehrt, wobei sich - aufbauend auf rein intuitiven Bewegungen - Karatetechniken quasi zwangsläufig entwickelten.

 
 

Im Karate steht die Gesundheit des Partners stets an erster Stelle. Dass dies jedoch nicht den Verzicht auf “Härte” bedeutet, durften die neuen Karateka am eigenen Leib erfahren.

Nun galt es nämlich, den Fauststoß nicht meilenweit vor dem Bauch des Partners zu stoppen, sondern diesen (ganz leicht) zu treffen.

Karate hat nichts mit Streetfighting zu tun, Jochen zeigte aber, dass einfache Karatetechniken auch sehr gut zur Abwehr in Ernstfall-Situationen geeignet sind.

Den Abschluss bildete eine Trainingseinheit “Karate-Bo”, bei der die zuvor eingeübten Techniken mit (heißer) musikalischer Begleitung bei erhöhter “Schlagzahl” trainiert wurden. Das Tempo könnt Ihr daran ermessen, dass meine Digitalkamera streikte und nur noch verschwommene Schemen aufzeichnete ;-))

Alles in allem war es ein gelungener Einstieg in die Welt des Karate. Für mich persönlich habe ich viele Anregungen gewonnen, wie ich das Training für Kinder interessanter, dynamischer und abwechslungsreicher gestalten kann.


 

Es berichtete: Harald Pützstück