空手道
Karate-Do - Der Weg der leeren Hände
Funakoshi Gichin, der "Vater des modernen Karate", wählte bewußt den Ausdruck Karate-Do, um neben dem Erwerb von Techniken und Fertigkeiten einer Kampfkunst auch eine charakterliche Formung zu verdeutlichen.
Wahres Karate beruht auf der geistigen Einstellung, sein Inneres von Negativem zu "leeren" und dem Gegner mit Respekt und Fairness gegenüberzutreten.
Außerdem prägte er mit dem Satz
„Karate ni sente nashi“
「 空手に先手なし 」
die vornehmliche Geisteshaltung, die ein Karateka einnehmen sollte.
Inspiriert vom Gründer des moderenen Judo und seines eigenen Meisters Anko Itosu, restrukturierte er die Art und Weise wie Karate für Gruppen und an Schulen vermittelt werden kann.
Basierend auf den drei Säulen,
- Kihon (Grundschule)
- Kata (Form mit festgelegten Technikfolgen)
- Kumite (Partnertraining)
vermitteln wir auch noch heute unsere Kampfkunst
Kihon
Das regelmäßige Üben und Verbessern der Karate-Techniken steht nicht nur am Anfang des Karatelebens, sondern ist ein ständiger Begleiter. Erst wenn man die Techniken ohne Nachdenken, "aus dem Bauch heraus", ausführen kann, ist man in der Lage, diese auch in einem Kampf anzuwenden. Im Kihon konzentrieren wir uns daher auf das Erlernen der "richtigen Art sich zu bewegen" und wie man schlägt, tritt oder stößt.
Kata
Eine Kata ist eine festgelegte Reihenfolge von Karate-Techniken, deren Anwendung als sogenanntes "Bunkai" studiert werden kann. Es war bis zur Restrukturierung durch Funakoshi Gichin die primäre Art und Weise der Wissensvermittlung somit keine ästhetische Turnübung, sondern der Schlüssel zu dem jeweiligen Stil eines Meisters. Der Karateka soll beim Üben einer Kata sich Gegner vor seinem geistigen Auge vorstellen und auf dessen Angriffe mit kraftvollen Techniken reagieren. In der in unserem Verein praktizierten Stilrichtung "Shotokan" existieren ca. 30 verschiedene Kata, die jeweils bestimmtente Schwerpunkte vermitteln sollen.
Kumite
Das Kumite in seiner heutigen Form ist ein sportlicher Zweikampf und wird im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten (Boxen, Kickboxen, MMA, ...) jedoch nicht als Vollkontakt ausgeführt. Trotzdem sollen die Techniken mit voller Dynamik und maximaler Kraft ausgeführt werden. Damit dies möglich ist, wird das Ziel vor den Körper / Kopf des Partners verlagert.
